100km
Am Samstag war ich in Güstrow, am Sonntag und Montag am Strand in Warnemünde, weitgehend ohne Elektronik — abends aber mit einem Bier und einem iPhone und daher Foto.

Da ist abends gemütliches Strandleben: nur wenige Leute sind noch unterwegs, hören Musik, schwimmen. Manche spielen in der Fast-Dunkelheit Volleyball…

Heute ging’s dann wieder los. Auch wenn es bullig warm war (31°), bin ich den Ostsee-Radweg an der Küste lang bis Wismar gefahren und von dort zum Schloss Hasenwinkel.

Die berühmten Ostseebäder sind ziemlich genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Hier Kühlungsborn:


Erfreulicher Weise führt der Radweg oft durch den Wald hinter den Dünen. Wenn dann allerdings der Mecklenburger sein Tagwerk verrichtet und Holz lädt, stellt er den Transporter gern so hin, dass gut 40 Radwanderer mal ein Viertelstündchen warten müssen, bevor es weiter geht.

Die Loks hier sind schön, aber rückwärtsgewand.

Also weiter. Wismar ist spannender und hat einen schön restaurierten alten Stadtkern. Der ist fotografisch oft genug dokumentiert, ich bin einfach gemächlich in der Nachmittagshitze dadurch geradelt.


Besonders hat es mir ein eigentümliches Denkmal angetan, es steht in der Ruine einer der großen Innenstadtkirchen.




Was es bedeuten mag? Ich habe keine Ahnung.
Am späten Nachmittag hat sich die Schlussetappe über Dorf Mecklenburg angeschlossen. Dort stand, man ahnt es, die erste Mecklenburg, nach der der das Haus und Land Mecklenburg ihren Namen bekamen.
Besonders klasse war eine frisch instandgesetzte Straße zwischen Lübow und Jesendorf, die noch nicht für den Autoverkehr freigegeben war. Die Fahrbahnmarkierungen fehlen noch, alles andere ist fertig: das ist die ideale Fahrradstraße, dachte ich. Und fuhr drauf und hatte Recht. Ich bin im Abendsonnenschein kilometerweit allein durch Alleen über Land gefahren — meist waren es Linden, teilweise auch Eichen oder Birken. Und nur drei störende Autos (Gesetzesbrecher, die!) weit und breit. Wunderbar.


Abends im Schloss Hasenwinkel ist es dann nett! Mein Zimmer ist hinterm zweiten Fenster oben links. Diese jetzige Rückseite war mal als Frontseite konzipiert und genutzt.

Man ist draußen mit dem Blick auf den Springbrunnen. Ich bestellte mir etwas mit Pfifferlingen, Tomaten, Pflaumen und Bratkartoffeln.




Neben fünf weiteren Einzelreisenden sind in diesem Tagungshotel gerade die Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Ich kriege am frühen Abend noch einige Proben durch geschlossene Türen mit; die Gruppe reist von hier aus im Bus zu abendlichen Konzerten im Land bis nach Greifswald.

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